Projekt

Der Tourismus ist einer der größten Wirtschaftssektoren in Europa und hat sich zu einem weltweiten Geschäft mit einer schier unüberschaubaren Zahl an Zielgruppen, Stakeholdern und Schlüsselfiguren entwickelt, die verschiedene Interessen, Perspektiven, Anforderungen und Bedürfnisse repräsentieren. In einem solchen Rahmen ist Tourismus mit vielen Risiken verknüpft und es erfordert sehr viel Know-how, Erfahrungen und Kenntnisse, um die verschiedenen Märkte erfolgreich zu meistern. Dabei reicht es nicht aus, nur das wirtschaftliche Potenzial von Tourismus als unendlich im Wachsen begriffenen Sektor zu sehen, sondern auch seine destruktive Größe und die limitierten Ressourcen.

Dieser Problematiken ist man sich schon seit sehr langer Zeit bewusst und deshalb wurde das Konzept des „nachhaltigen Tourismus“ entwickelt, welcher grundsätzlich darauf ausgerichtet ist, so wenig wie möglich in die Umwelt und die regionale Kultur einzugreifen, während er jedoch positiven Einfluss auf die regionale Entwicklung und den Arbeitsmarkt nimmt.

Nachhaltiger Tourismus spielt heutzutage eine Schlüsselrolle in jeder bedeutenden Entwicklungspolitik.

Die herausfordernden Fakten auf einem Blick:

  • Tourismus ist einer der größten Wirtschaftssektoren in Europa
  • Eingeschränkter Wachstum in Zeiten der Wirtschaftskrise
  • Branchenweiter Mangel an Fachkräften
  • Bedarf an Fachkompetenzen, Fähigkeiten, Know-how und Erfahrung auf strategischer und betrieblicher Ebene
  • Mangel an Konzepten und Schulungsprogrammen in der EU, speziell in der Berufsbildung
  • Mangel an Know-how-Austauschs und Kooperation zwischen Berufsbildungseinrichtungen und der Wirtschaft

Die Wichtigkeit der Entwicklung von nachhaltigem Tourismus spiegelt sich auch in vielen EU-Projekten unterschiedlicher Förderungsprogramme wider, die dieses Konzept als Haupttema in ihren Aktivitäten haben, wie z. B. das Programm für lebenslanges Lernen. Bislang gab es noch keine Versuche, diese Initiativen miteinander zu verknüpfen und so formelle/informelle Netzwerke zwischen den Projektpartnerschaften zu schaffen, damit diese voneinander lernen und ihre Projekte und Aktivitäten über spezielle Möglichkeiten und Plattformen ihren Zielgruppen, Stakeholdern und der Öffentlichkeit vorstellen zu können. PESTO hat es sich zum Ziel gemacht, diese Situation zu verbessern.

Die Hauptzielgruppen des Projekts sind:

  • Berufsausbildungseinrichtungen mit Schwerpunkt auf nachhaltigem Tourismus
  • Betriebe und Unternehmen im Entwicklungssektor für nachhaltigen Tourismus
  • Sozialpartner, die die Interessen von Arbeitgebern und -nehmern vertreten
  • Öffentliche Körperschaften und Behörden mit Interesse an regionaler Entwicklung
  • Vertreterinnen und Vertreter von EU-Programmen und Initiativen, die die Projekte finanziell unterstützen
  • Endbegünstigte – alle EU-Bürgerinnen und Bürger